» Olympique de Marseille » Chris Waddle » Enzo Francescoli » Piksi » Alen Boksic » Rudi Voeller » Abedi Pelé » dribbling and passing » better than zidane
Zwischen 1987 und 1994 gehörte der Verein der südfranzösischen Hafenmetropole dem ehrgeizigen Selfmade-Multi-Milliardär Bernard Tapie, der in Deutschland vor allem als Käufer des Sportartikel-Herstellers Adidas bekannt wurde..
Wie gleichzeitig sein Rivale, Milan-Präsident Berlusconi, in Italien, so versuchte Tapie nach der Fußball-WM 1986, die Leistungsträger der "Equipe Tricolore" nach Marseille zu hollen. Allein Platini zog es vor, seine Karriere bei Juventus Turin zu beschließen, und gab Tapie einen Korb, während Giresse und Tigana - welche in der französischen Auswahl eine ähnliche Rolle gespielt hatten, wie Xavi und Iniesta beim FC Barcelona - von Bordeaux nach Marseille wechselten. 1987 konnte OM dank Tapies Geld den langjährigen Vorstopper des VfB Stuttgart und der deutschen Nationalelf, Karlheinz Förster, verpflichten. Auf Förster folgte sogleich Klaus Allofs vom 1. FC Köln, der beim Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1980 Torschützenkönig gewesen und bei der WM in Mexiko im Vorjahr, gleich Förster, die glanzvolle Nationalelf Frankreichs mit 2-0 besiegt hatte.; aber während Förster ein Anti-Fußballer von unheimlicher Effektivität war, dessen Spiel sich darauf beschränkte, selbst die trickreichsten und torgefährlichsten Stürmer aus dem Spiel zu decken, wurde Klaus Allofs von vielen Experten unter die besten Angreifer Europas gerechnet, der von allen früheren deutschen Torjägern Bayerns phänomenalem Robert Lewandowski am nächsten kam; ein Techniker, der dank seiner hervorragenden Schußtechnik und Schußkraft aus jeder Position Tore erzielen konnte. In seiner zweiten Spielzeit in Frankreich stürmte Allofs mit Jean-Pierre Papin, den Tapie nach Jahren beim FC Brügge dem französischen Liga-Fußball zurückgewonnen hatte.
1990 gelang Tapie und seinen Mitarbeitern ein Riesen-Coup, als sie einen der genialsten europäischen Fußballer der Gegenwart, den Serben Dragan Stojkovic, verpflichten konnte. Der unerwartet schnelle Sturz des Cheftrainers Franz Beckenbauer, der mit dem Weltmeistertitel in der Tasche zu OM gekommen war, führte freilich dazu, daß Stojkovic., der sich mit Akklimatisierungsproblemen plagte, nach einer einzigen, höchst durchwachsenen Saison in Marseille an den italienischen Erstligisten Hellas Verona ausgeliehen wurde. Bevor Tapie und den übrigen Verantwortlichen bei Olympique de Marseille eine Korruptionsaffäre in der Ligue I auf die Füße fiel, gewann das "große OM", das Tapies Werk war, in der Saison 1993/94 ein letztes Mal den Meistertitel. Dann explodierte der Bestechungsskandal, der Meistertitel wurde aberkannt, OM dazu verurteilt, in die 2. Liga abzusteigen, und Tapie zu einer Gefängnisstrafe. Die Luxus-Mannschaft wurde in alle Winde zerstreut. Wäre sie zusammengeblieben, Deschamps, Abedi Pelé, Stojkovic, Francescoli, Boksic, Völler, Paulo Futre und Rui Barros hätten mit Sicherheit weiterhin Fußballgeschichte geschrieben.
Zwischen 1987 und 1994 gehörte der Verein der südfranzösischen Hafenmetropole dem ehrgeizigen Selfmade-Multi-Milliardär Bernard Tapie, der in Deutschland vor allem als Käufer des Sportartikel-Herstellers Adidas bekannt wurde..
Wie gleichzeitig sein Rivale, Milan-Präsident Berlusconi, in Italien, so versuchte Tapie nach der Fußball-WM 1986, die Leistungsträger der "Equipe Tricolore" nach Marseille zu hollen. Allein Platini zog es vor, seine Karriere bei Juventus Turin zu beschließen, und gab Tapie einen Korb, während Giresse und Tigana - welche in der französischen Auswahl eine ähnliche Rolle gespielt hatten, wie Xavi und Iniesta beim FC Barcelona - von Bordeaux nach Marseille wechselten. 1987 konnte OM dank Tapies Geld den langjährigen Vorstopper des VfB Stuttgart und der deutschen Nationalelf, Karlheinz Förster, verpflichten. Auf Förster folgte sogleich Klaus Allofs vom 1. FC Köln, der beim Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1980 Torschützenkönig gewesen und bei der WM in Mexiko im Vorjahr, gleich Förster, die glanzvolle Nationalelf Frankreichs mit 2-0 besiegt hatte.; aber während Förster ein Anti-Fußballer von unheimlicher Effektivität war, dessen Spiel sich darauf beschränkte, selbst die trickreichsten und torgefährlichsten Stürmer aus dem Spiel zu decken, wurde Klaus Allofs von vielen Experten unter die besten Angreifer Europas gerechnet, der von allen früheren deutschen Torjägern Bayerns phänomenalem Robert Lewandowski am nächsten kam; ein Techniker, der dank seiner hervorragenden Schußtechnik und Schußkraft aus jeder Position Tore erzielen konnte. In seiner zweiten Spielzeit in Frankreich stürmte Allofs mit Jean-Pierre Papin, den Tapie nach Jahren beim FC Brügge dem französischen Liga-Fußball zurückgewonnen hatte.
1990 gelang Tapie und seinen Mitarbeitern ein Riesen-Coup, als sie einen der genialsten europäischen Fußballer der Gegenwart, den Serben Dragan Stojkovic, verpflichten konnte. Der unerwartet schnelle Sturz des Cheftrainers Franz Beckenbauer, der mit dem Weltmeistertitel in der Tasche zu OM gekommen war, führte freilich dazu, daß Stojkovic., der sich mit Akklimatisierungsproblemen plagte, nach einer einzigen, höchst durchwachsenen Saison in Marseille an den italienischen Erstligisten Hellas Verona ausgeliehen wurde. Bevor Tapie und den übrigen Verantwortlichen bei Olympique de Marseille eine Korruptionsaffäre in der Ligue I auf die Füße fiel, gewann das "große OM", das Tapies Werk war, in der Saison 1993/94 ein letztes Mal den Meistertitel. Dann explodierte der Bestechungsskandal, der Meistertitel wurde aberkannt, OM dazu verurteilt, in die 2. Liga abzusteigen, und Tapie zu einer Gefängnisstrafe. Die Luxus-Mannschaft wurde in alle Winde zerstreut. Wäre sie zusammengeblieben, Deschamps, Abedi Pelé, Stojkovic, Francescoli, Boksic, Völler, Paulo Futre und Rui Barros hätten mit Sicherheit weiterhin Fußballgeschichte geschrieben.