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Das Märchen vom Däumling (Originaltitel: lettisch Sprīdītis, tschechisch Pohádka o Malíčkovi, russisch Мальчик с пальчик, Maltschik s paltschik) ist ein sowjetisch-tschechoslowakischer Märchenfilm von Gunārs Piesis aus dem Jahr 1986 nach Motiven eines lettischen Theaterstücks von Anna Brigadere.
Handlung
Eines Tages suchen Abgesandte des Teufels einen König an dessen Hof auf, wo er verlesen lässt, dass, wenn die Sonne dreimal unterging und die Uhr dreizehnmal geschlagen hat, er kommen würde, um dessen Tochter mitzunehmen. Der König verkündet daraufhin, dass derjenige, der die Prinzessin rettet und den Teufel besiegt, das halbe Königreich sowie seine Tochter zur Frau bekommen würde.
Derweil beschließt ein Kind namens Däumling sich auf eine Schatzsuche zu begeben, weil es seiner garstigen Stiefmutter entfliehen will. Als es Abend wird, jagt es entdeckten Irrlichtern, die es für Gold hält, unachtsam hinterher. In der Folge gerät es in ein Moor, wo es im Morast stecken bleibt. Zu versinken drohend ruft der kleine Däumling um Hilfe. Da erscheint ihm die Mutter der Winde, rettet ihn und beauftragt ihn damit auf ihre Söhne, die vier Winde, achtzugeben, wodurch sie ihm seine Grenzen aufzeigen will. Wie erwartet ist der Däumling der Kraft der vier stürmischen Brüder nicht gewachsen, doch für seine Mühe erhält er zum Lohn eine Flöte, die solange sie spielt dafür sorgt, dass alle ringsherum tanzen müssen. Am nächsten Tag trifft der kleine Däumling beim Wandern auf einen Riesen, der gerade einige Kinder für eine spätere Mahlzeit in einer Höhle einsperrt. Durch seine Zauberflöte zwingt der Kleine den Großen solange zu tanzen, bis dieser erschöpft einwilligt, die Gefangenen wieder freizugeben. Auch verbietet er dem Riesen die Tiere des Waldes zu jagen, woraufhin sich dem Däumling die Mutter des Waldes zeigt und ihm aus Dank ein Zauberstöckchen gibt, das denjenigen, der es berührt und der dem Däumling Böses will, nicht mehr loslässt, es sei denn, der Däumling spricht die Worte „Stock, lass los!“. Mit Stock und Flöte im Gepäck sucht der Weitergewanderte in der Hütte eines geizigen Ehepaars Unterschlupf für die Nacht. Als später ein alter Mann dazustößt, der aber wieder hinausgeworfen werden soll, verhilft ihm der Däumling zum Bleiben, indem er die böse werdenden Hüttenbesitzer mit der Macht des Stöckchens im Keller einsperrt. Zum Abschied schenkt der Großvater dem Däumling einen Ring. Wenn der der Kleine einmal traurig sei und sich wünscht wieder zu Hause zu sein, müsse er diesen mit dem Stein nach oben drehen. Dazu soll müssen Zauberworte gesprochen werden, die ihm der alte Mann daraufhin lehrt. Als der Junge sich bedankt, ist sein Gegenüber aber bereits verschwunden.