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Die Stadt atmete in der Dunkelheit, ein langsamer, nasser Atemzug. Jara spürte ihn durch das offene Fenster, kühl und nach Benzin schmeckend. Ihr Wagen stand im Schatten eines alten Werbeturms, der Motor aus, die Sinne scharf. Es war still, zu still für diese Stunde.
Die Übergabe war vorbei. Die Münze lag schwer in ihrer Tasche. Doch etwas stimmte nicht. Ein Gefühl, das sich in ihrem Nacken festsetzte, leichter als ein Hauch, aber hartnäckig. Sie hatte die Verfolger abgeschüttelt, das wusste sie. Aber die Nacht fühlte sich an, als würde sie beobachtet.
Sie startete den Motor nicht. Stattdessen glitt sie lautlos aus dem Wagen und verschmolz mit der Wand. Ihre Schritte waren Geräusche aus einer anderen Welt, kaum hörbar auf dem nassen Asphalt. Sie bewegte sich zurück, nicht vorwärts, tiefer in das Labyrinth hinein, aus dem sie gekommen war.
Dort, wo die Limousine an der Backsteinmauer geschrammt war, stand ein Mann. Nicht einer von Ricos plumpen Schlägern. Er war schlank, in einen dunklen Mantel gehüllt, und betrachtete die frischen Lackspuren an der Wand, als wären sie ein interessantes Kunstwerk. In seiner Hand glimmte kein Terminal, keine Waffe. Nur eine einzelne, unangezündete Zigarette.
Jara blieb im Schatten eines rostigen Feuerleiters stehen. Sie atmete nicht ein, atmete nicht aus.
Der Mann drehte sich langsam um, sein Blick streifte genau die Dunkelheit, in der sie stand. Er sah sie nicht. Und doch wusste sie, dass er es tat. Es war kein Blick der Verfolgung. Es war ein Blick der Anerkennung. Ein Nicken zwischen zwei Profis, die dieselbe Sprache sprachen, in derselben schmutzigen Arena.
Dann steckte er die Zigarette zwischen die Lippen, drehte sich um und ging, seine Schritte verschwanden im Echo einer fernen Sirene.
Jara wartete, bis die Stille wieder vollständig war. Sie verstand. Rico war nur Lärm. Dieser Mann war etwas anderes. Eine neue Regel im Spiel, ein stiller Mitspieler. Die Münze in ihrer Tasche fühlte sich plötzlich nicht mehr wie Bezahlung an. Sie fühlte sich wie ein Vorschuss an.
Sie kehrte zu ihrem Wagen zurück, setzte sich hinter das Rad und ließ die Hände eine Sekunde lang auf dem kalten Leder ruhen. Dann startete sie den Motor. Das leise Schnurren füllte den Raum. Die Straßen riefen. Ihr Königreich war größer geworden tonight. Und eine Königin kennt jedes neue Stück Land auf ihrer Karte.
Sie schaltete den Gang ein und glitt zurück in den pulsierenden Strom der Nacht, wachsamer denn je. Die Jagd war nie wirklich vorbei. Sie hatte gerade erst eine neue Ebene begonnen.
Die Stadt atmete in der Dunkelheit, ein langsamer, nasser Atemzug. Jara spürte ihn durch das offene Fenster, kühl und nach Benzin schmeckend. Ihr Wagen stand im Schatten eines alten Werbeturms, der Motor aus, die Sinne scharf. Es war still, zu still für diese Stunde.
Die Übergabe war vorbei. Die Münze lag schwer in ihrer Tasche. Doch etwas stimmte nicht. Ein Gefühl, das sich in ihrem Nacken festsetzte, leichter als ein Hauch, aber hartnäckig. Sie hatte die Verfolger abgeschüttelt, das wusste sie. Aber die Nacht fühlte sich an, als würde sie beobachtet.
Sie startete den Motor nicht. Stattdessen glitt sie lautlos aus dem Wagen und verschmolz mit der Wand. Ihre Schritte waren Geräusche aus einer anderen Welt, kaum hörbar auf dem nassen Asphalt. Sie bewegte sich zurück, nicht vorwärts, tiefer in das Labyrinth hinein, aus dem sie gekommen war.
Dort, wo die Limousine an der Backsteinmauer geschrammt war, stand ein Mann. Nicht einer von Ricos plumpen Schlägern. Er war schlank, in einen dunklen Mantel gehüllt, und betrachtete die frischen Lackspuren an der Wand, als wären sie ein interessantes Kunstwerk. In seiner Hand glimmte kein Terminal, keine Waffe. Nur eine einzelne, unangezündete Zigarette.
Jara blieb im Schatten eines rostigen Feuerleiters stehen. Sie atmete nicht ein, atmete nicht aus.
Der Mann drehte sich langsam um, sein Blick streifte genau die Dunkelheit, in der sie stand. Er sah sie nicht. Und doch wusste sie, dass er es tat. Es war kein Blick der Verfolgung. Es war ein Blick der Anerkennung. Ein Nicken zwischen zwei Profis, die dieselbe Sprache sprachen, in derselben schmutzigen Arena.
Dann steckte er die Zigarette zwischen die Lippen, drehte sich um und ging, seine Schritte verschwanden im Echo einer fernen Sirene.
Jara wartete, bis die Stille wieder vollständig war. Sie verstand. Rico war nur Lärm. Dieser Mann war etwas anderes. Eine neue Regel im Spiel, ein stiller Mitspieler. Die Münze in ihrer Tasche fühlte sich plötzlich nicht mehr wie Bezahlung an. Sie fühlte sich wie ein Vorschuss an.
Sie kehrte zu ihrem Wagen zurück, setzte sich hinter das Rad und ließ die Hände eine Sekunde lang auf dem kalten Leder ruhen. Dann startete sie den Motor. Das leise Schnurren füllte den Raum. Die Straßen riefen. Ihr Königreich war größer geworden tonight. Und eine Königin kennt jedes neue Stück Land auf ihrer Karte.
Sie schaltete den Gang ein und glitt zurück in den pulsierenden Strom der Nacht, wachsamer denn je. Die Jagd war nie wirklich vorbei. Sie hatte gerade erst eine neue Ebene begonnen.