#GanzerFilm #deutsch
Rapunzel ist ein deutscher Märchenfilm aus dem Jahr 2009. Er beruht auf dem Märchen Rapunzel und entstand im Rahmen der Märchenfilm-Reihe Sechs auf einen Streich vom Ersten Deutschen Fernsehen. Produziert wurde der Film im Auftrag des RBB.
Handlung
Der Askanierturm in der Schorfheide diente als Kulisse
Ein armer Bauer und seine Frau erwarten endlich ein Kind, nachdem sie sich sehnlichst eins gewünscht hatten. Doch nach dem Verzehr von Rapunzeln, welche die Mutter von einer Zauberin bekommen hat, entwickelt die Mutter eine Sucht nach den verzauberten Rapunzeln, die der Vater nur aus dem Garten der Zauberin bekommen kann. Wiederholt gibt sie ihm einen vollen Korb, nachdem er sie um Rapunzeln gebeten hatte. Als die Zauberin nicht da zu sein scheint, stiehlt er in der nächsten Nacht die Rapunzeln in seiner Not, da er fürchtet, es ginge um das Leben seiner Frau und des ungeborenen Kindes. Doch die Zauberin erwischt ihn dabei und erpresst ihn damit, den Feldsalat nur mitnehmen zu dürfen, wenn er im Gegenzug das Kind verspricht. Dieses verschweigt er vorerst seiner Frau. Nach der Geburt der Tochter holt sich die Zauberin heimlich das Kind und nennt es Rapunzel. Die Eltern ziehen nach dem Vorfall aus dem Dorf und kommen später im Königsschloss unter.
Die Zauberin fährt mit „ihrem“ Kind in einem Kräuterwagen durch die Lande, der von einem Esel gezogen wird. Dabei fällt auf, dass mit Rapunzels Älterwerden sie selbst immer jünger wird, was auf die existenzielle Abhängigkeit der Zauberin von Rapunzel hindeutet. Als beim Kräutersammeln in der Nähe ihres Turmes Rapunzels' Korb kaputt zu sein scheint, machen sie einen Abstecher zum Königsschloss, um einen neuen zu besorgen. Rapunzel muss in Abwesenheit der Zauberin im Kräuterwagen warten und darf ihn nicht verlassen.
Eines Tages, als die beiden sich beim Schloss aufhalten und Rapunzel alleine im Wagen wartet, fällt der Prinz des Landes beim Seilklettern in den Wagen und die beiden lernen sich kennen. Er überredet sie anschließend, ihn ins Schloss zu begleiten, um ihr seine Vögel zu zeigen. Als der Prinz kurz abwesend ist, steht die Zauberin im Zimmer und ist empört über das heimliche Verschwinden von Rapunzel. Sie stellt die Frage, warum sie keine anderen Freunde haben kann und fühlt sich 'eingesperrt’ wie die Vögel. Die Zauberin sperrt Rapunzel aus Angst, sie nicht mehr für sich alleine zu haben, in einen abgelegenen Turm im Wald. Dieser ist nur über das Haar von Rapunzel zu besteigen, da er keine Tür oder Treppe hat. Die Zauberin ruft jedes Mal: „Rapunzel, lass dein Haar herunter!“, wenn sie hinauf will. Daraufhin kämmt sich Rapunzel die Haare mit einem verzauberten, goldenen Kamm, damit diese sehr lang wachsen und zieht, die Haare zu einem Zopf geflochten, die Zauberin hinauf.